Erfolgreich Fischen im Winter – Old School Deadbaiting

In die Mitte der Wintermonate lässt das Herz des Raubfischanglers noch einmal höherschlagen, die Bedingungen sind perfekt für die Jagd auf Grossräuber! Mit der konstant kalten Wasser-, und Lufttemperaturen, dem geringen Nahrungsangebot und mit etwas Glück haben wir grosse Chancen unseren Traumfisch zu überlisten.

Im heutigen Beitrag möchte ich Euch eine Methode vorstellen, welche vor 30-35 Jahren mein Lieblingsmethode im Winter war, mit der ich aber immer wieder gerne fische.

In den Wintermonaten führe ich meinen Köder grundsätzlich langsamer, tagsüber meistens in der Grundnähe. Die dicht am Boden liegende Fische sind träge und faul, ein schnell geführter Köder nehmen sie ungern, da der Aufwand zu der möglichen Beute einfach zu gross ist. Zu einem leichten Happen sagen sie aber nie nein… Den Köderfisch konstant, perfekt und extrem langsam über den Räuber zu präsentieren ist für mich die Drop Shot Montage der Favorit. Ich nehme ein FC Vorfach und binde mein Drop Shot Haken direkt auf der Schnur. In dem Öhr des Hakens quetsche ich ein Stinger und damit ist der Montage fertig.
Die Hakengösse passe ich zu meinem Köfi an
, nehme aber eher kleinere Grössen, dass ich den Köderfisch weniger beschädige.

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TIPP:

“der Qualität des Materials ist extrem wichtig, dass wir auch Überraschungsfänge sicher landen können”


Die Bedingungen waren perfekt für ein erfolgreichen Zandertag. Mit einem Paket gefrorener Köderfische und der Drop Shot Vertikal Rute ging ich mit voller Hoffnung auf den See. Heute wird sicher etwas passieren…
Echolote eingeschaltet, E-Motor eingeschaltet, Köder runter und los. Ich musste nicht lange warten und der erste Zander zeigte schon Interesse an meinem Hasli. Geil, wieso geht es nicht immer so einfach?
Neue Köfi montiert und noch mit hohem Adrenalin habe ich die Montage für die nächste Räuber angeboten. Der 7m Kante schien gut zu sein. Ich habe mehrere Fische entdeckt und mir war sofort klar ich muss nicht lange auf den nächsten Biss warten. Vertieft in diesem Gedanken und im Echolot Bild, kommt ein Schlag auf die Rute, welche ich mit einem dezenten Anschlag notierte. Und die Rute wird krumm, krümmer und noch krümmer. Mammamia! Was ist hier los??? Ein riesen Fisch hat den Köder genommen.

Vorsichtig gepumpt habe ich den Fisch von dem Grunde angehoben, jedoch habe ich aber sofort gemerkt, dass es nicht so einfach wird, wie ich gedacht habe. Ich musste schnell feststellen, dass ein riesen Fisch den Köder genommen hat. Wenn dass es ein Zander ist… 😊
Harte Kopfschläge und starke Fluchtversuche zeigten, dass mein Gegner an der anderen Seite der Schnur sich mich nicht unbedingt zeigen will. Die Aufregung wurde immer grösser.

Nach einem gut kontrollierten Drill kam der Hecht aber doch an die Oberfläche und konnte durch meinen Fischerkollegen dank seiner exzellenten Feumer-Technik sicher Keschern.
Nicht nur unsere Freude, sondern auch der Hecht war riesig. Mit seiner über 1.20 m länge und knapp 20kg Gewicht ist der Hecht der schwerste, den ich je gefangen habe!